Beratungskonzept

Gemeinsam Lernerfolge sichern

Erziehungsberechtigte und Lehrer/innen haben die Aufgabe, pädagogische Verantwortung für Kinder gemeinsam wahrzunehmen. Das bedeutet, dass Schule und Unterricht für Eltern „zugänglich“ sind. Daher bietet die Regenbogenschule kontinuierlich Beratungsgespräche, Elterntreffen, Hospitationen und andere Informationsmöglichkeiten an.

1. Lerngespräche zwischen Lehrer/in, Kindern, Eltern

Unsere „Sprechtage für Kinder, Eltern und Lehrerin“ organisieren eine fruchtbare Gesprächssituation: Das Kind selbst steht im Mittelpunkt, nicht Beurteilung oder gar Urteil. Arbeiten, die der Schüler/die Schülerin selbst aussucht, werden vorgelegt. Das positiv Erreichte ist Ausgangspunkt des Gesprächs über Lernstand und Lernentwicklung des Kindes.

Aufgrund der Vorschrift, Sprechtage nicht mehr während der Unterrichtszeit stattfinden zu lassen, bedarf es einer neuen praktischen Umsetzung.

Die positiven Erfahrungen mit den Gesprächen im Rahmen der „Sprechtage“ bleiben wichtig:

  • Der erste Punkt ist stets, positive Leistungen zu bekräftigen.
  • Es folgt eine Gesprächsphase, in der das Kind Lernentwicklung und Arbeits- und Sozialverhalten reflektieren kann, in dem gemeinsam zur Sprache kommt, womit das Kind zufrieden ist, was es ändern möchte, ob es seine Ziele erreicht hat, was ihm im Unterricht besonders leicht oder schwer fällt, gefällt oder nicht gefällt.
  • Die Eltern erleben ihr Kind in dieser Situation der Selbsteinschätzung und können ihre Sichtweise darlegen. Alle Gesprächsteilnehmer/innen erleben, dass Lernen etwas sehr Persönliches ist. Es entsteht ein offenes Gespräch zwischen allen Beteiligten, das auch kritische Punkte nicht ausspart.
  • Wesentliche Gesprächspunkte und Vereinbarungen können kurz schriftlich festgehalten werden.

Unsere aktuelle Antwort ist die Entwicklung eines kontinuierlichen Gesprächsfadens

Gespräche zwischen Lehrpersonen, Erziehungsberechtigten und Kindern erfolgen regelmäßig in einem festen Rhythmus:

1. - 3. Kl. 1. Gespräch Oktober / November
4. Kl. Beratungsgespräch zum Übergang auf die weiterführenden Schulen November / Dezember
3. / 4. Kl. ggf. Zeugnisgespräch zu Lern- und Förderempfehlungen, hierzu lädt die/der Klassenlehrer/in ein

nach Zeugnisausgabe

im Halbjahr

1. - 3. Kl. 2. Gespräch März / April
1. - 3. Kl. ggf. Zeugnisgepräch zu Lern- und Förderempfehlungen, hierzu lädt die/der Klassenlehrer/in ein

nach Zeugnisausgabe

zum Schuljahresende

Weitere Gespräche können nach Bedarf jederzeit vereinbart werden.

2. Lernsachen und Lernwege

Unter dem Motto „Lernwege: Lernen und Leisten an der Regenbogenschule“ ist es Ziel des Lehrerkollegiums, Eltern über die „Lernsachen“ zu informieren:

  • Was lernen Kinder in der Grundschule?
  • Wie lernen Kinder an der Regenbogenschule?

 

Zu einem zeitgemäßen und kindgerechten Unterricht gehört es, die Kinder in die Planung und Gestaltung der Lernprozesse einzubeziehen. Dabei sind konkrete, anforderungsbezogene und individuell ausgerichtete Rückmeldungen über das Lernen, die Lernprozesse und die Lernergebnisse wichtig, und zwar als

  • Rückmeldungen für die Kinder, die sich aus der Arbeit der Klasse ergeben, Hinweise auf Erfolge und Schwierigkeiten, Hilfestellung und Absprachen enthalten sowie die weitere Lernperspektive einbeziehen;
  • Rückmeldungen für die Lehrkräfte der Klasse und der Schule über die Lernentwicklung der Kinder zur weiteren Unterrichtsplanung und für den Diskurs über die Unterrichtsqualität und ihre Weiterentwicklung;
  • Rückmeldungen für Erziehungsberechtigte über die Lernentwicklung, die Schwierigkeiten und Lernerfolge des Kindes.

Beschluss der Schulkonferenz vom 12.09.2006

 

P.S.: Anmerkung 2011: Inzwischen ist die Bezeichnung „Sprechzeiten für Eltern, Kinder, Lehrerin“ oder „Eltern-Kind-Lehrerin-Sprechzeit“ üblich geworden.