Deutschunterricht

Themenbezogener Unterricht

 

Die Regenbogenschule  arbeitet im Fach Deutsch und in weiten Bereichen auch fächerübergreifend mit dem Sachunterricht in den Klassen 1 bis 4 mit dem Sprachbuch „Kunterbunt“ (Klett-Verlag).

Wir haben uns zur Arbeit mit diesem Buch entschieden, weil es Kindern Möglichkeiten eröffnet, gemeinsam zu lernen und dennoch differenziert und individuell zu neuen Erfahrungen und Erkenntnissen zu gelangen.

In zwölf lebensweltnahen Themen mit wechselnden Schwerpunkten wird der Fokus auf subjektiv und objektiv bedeutsame Inhalte gelenkt. Zahlreiche Vorhaben und Projekte regen zum handelnden Umgang mit Texten an.

Die Verschiedenheit der Kinder wird beachtet und gleichzeitig das gemeinsame Lernen gestärkt. Frühzeitig werden Schlüsselkompetenzen geübt und gefördert.

Durch vielfältige Impulse wird der individuelle Lernfortschritt dokumentiert.

 

„Im kompetenzorientierten Unterricht hat die Lehrkraft als Lernbegleiter die Aufgaben:

§eine ansprechende Lernumgebung zu gestalten

§interessante und ansprechende Lernaufgaben zur Verfügung zu stellen

§den Kindern zu helfen, ihre Arbeit möglichst selbstständig zu organisieren

§Selbstlern- und Gruppenprozesse anzubahnen und zu moderieren

§Individuelles Lernen zu beobachten und kontinuierlich zu dokumentieren

§Aufgaben nach Leistungsniveau und Neigungen zu differenzieren

§die Kinder bei Fragen und Problemen zu unterstützen

§informatives Feedback zu Lernprozessen und Ergebnissen zu geben.“

(Handreichung Kompetenzorientierung, Eine veränderte Sichtweise

auf das Lehren und Lernen in der Grundschule, MSW NRW, S.14)

 

„Kunterbunt“ unterstützt die Lehrkräfte bei diesen Aufgaben. Es ist geeignete Grundlage und Materialangebot für einen Deutschunterricht, der in hohem Maße zur Kompetenzentwicklung bei den Kindern beiträgt.

Fächerintegration Deutsch / Sachunterricht

 

   Themen aus der Lebenswelt der Kinder mit fachlichen Lernzielen und fachspezifischen Arbeitstechniken / Lernmethoden zu verbinden ist unser Ziel. Die Inhalte des Deutsch- und Sachunterrichts werden daher möglichst weitgehend miteinander verbunden.

Deutschunterricht geht von komplexen Themen aus, bei denen Teilfähigkeiten und Teilkenntnisse genutzt und weiterentwickelt werden, integriert in die thematische Arbeit.

   Die gewählten Themen sind dabei nicht beliebig, sondern mischen Themen, die Kinder für sich als subjektiv wichtig oder interessant ansehen mit Themen, die objektiv bedeutsam sind.

Die Unterrichtsthemen, die den Deutsch- und Sachunterricht möglichst weitgehend integrieren, beruhen auf zwölf Lebensweltbereichen, die wichtige Aspekte menschlichen Lebens abbilden und die Inhalte aller Lehrpläne einbeziehen:

Aspekte menschlichen Lebens

Bereiche in der Lebenswelt

von Grundschulkindern

personale und soziale

Ich

Miteinander

Handlungsräume

Lernen

Arbeit und Freizeit

Verkehr

Natur

Durch das Jahr

Entdeckungs- und Erfindungsgabe

Medien

Technik

Fantasie

Dimensionen des Lebens

Raum

Zeit

Durch das Jahr

Bei der Unterrichtsplanung ist das Sprachbuch „Kunterbunt“ eine wesentliche Grundlage. Es ist so strukturiert, dass die Reihenfolge der Unterrichtseinheiten austauschbar und auch der Austausch und die Ersetzung durch andere Themen immer möglich ist.

 

   Im Deutschunterricht sollen Kinder durch die Präsentation der Themen und die Gestaltung der Aufgaben möglichst selbstständig arbeiten, Kenntnisse und Methoden dazu erwerben, Arbeitsergebnisse gestalten und vorstellen, das Gelernte dokumentieren und präsentieren.

Die Lebenswelt der Kinder und ihre Erfahrungen sollen stets den Mittelpunkt der Arbeit darstellen. Jede Themenarbeit soll drei Kernaufgaben erfüllen:

 

        Lebenswelt erhellen:

Kinder erforschen Gegebenheiten ihrer eigenen Lebenswelt – zum Beispiel ihre Wege, die Medien die Tagesabläufe…

        Lebenswelt erweitern:

Kinder erfahren neue Aspekte ihrer Lebenswelt und erkunden sie; für viele Kinder sind das Naturerfahrungen, literarische Erfahrungen mit Märchen oder Gedichten, lesend, gestaltend, selber erfindend…

        Lebenswelt mitgestalten:

Kinder greifen handelnd in ihrer Lebenswelt ein und erfahren, wie sie ihr Leben in die eigenen Hände nehmen können – durch kleinere und größere Projekte wie die Gestaltung eines Sinnesparcours, die Ausstellung von Arbeitsergebnissen, eine Literaturlesung, auch durch Institutionen, die die Schulzeit begleiten wie Expertenvorträge, ein Klassentagebuch, der Klassenrat…

 

Auf der Grundlage der Bestimmung dieser Lebensweltbereiche wird die Fächerintegration Deutsch – Sachunterricht weitgehend möglich.

Sicherung der Fachlichkeit

 

   Grundsatz ist, die fachbezogenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse integrativ in die Themenarbeit einzubinden.

   Die wichtigste Methode zur Diagnose von Lernentwicklung und Lernstand der Kinder ist die eingehende Würdigung ihrer Arbeitsdokumente. Sie setzt aber voraus, dass Kinder die Möglichkeit haben, die Arbeiten auf ihrem individuellen Niveau zu erledigen, und dass die Lehrkraft über angemessene Kriterien zur Einschätzung der Leistungen verfügt.

   „Gute Aufgaben“ sind dabei Aufgabenformate, die Kinder auf ihrem jeweiligen Lernstand je individuell bewältigen können, und  die einen guten Einblick in die Lernentwicklung der Kinder zulassen.

Zeugnisnoten im Deutschunterricht

 

 Die Zeugnisnote Deutsch umfasst alle Leistungsaspekte des Deutschunterrichts, also Sprechen, Schreiben, Rechtschreiben, Lesen und Umgang mit Medien sowie Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. Schon von diesem Spektrum her verbietet es sich, die Ergebnisse der Klassenarbeiten zur Zeugnisnote zusammenzufassen.

 

  Zudem spiegeln auch die Klassenarbeiten nicht den jeweiligen Leistungsbereich sondern sind punktuelle Erhebungen und betreffen immer nur einen Ausschnitt. Bei der Textproduktion sind prozessgebundene Leistungsaspekte gar nicht oder kaum im Klassenarbeits-Text zu erkennen, z.B.  Textideen entwickeln, Schreibkonferenzen führen, sich über Textqualität beraten.

 

  Beim Rechtschreiben sind ebenfalls prozessgebundene Aspekte nicht durch eine wie auch immer geartete Klassenarbeit zu ermitteln, z.B. das selbstständige Üben von Lernwörtern, das Diktieren und Kontrollieren beim Partnerdiktat, das gemeinsame Nachdenken über Schreibweisen, die Entwicklung des Normbewusstsein und das Gespür für schwierige Stellen in Wörtern.

 

  Dies alles bedeutet, dass die Klassenarbeiten nur einen sehr begrenzten Anteil an der Zeugnisnote haben dürfen.

Hinzu kommen die Beobachtungen der Lehrkraft während der Unterrichtsprozesse und die übrigen Arbeitsdokumente des Kindes, mündliche wie Gesprächsbeiträge, ein Referat vor der Klasse, ein Buchtipp, die Erklärung an einem Ausstellungsstand, und schriftliche wie ein gestaltetes Gedichtblatt, die täglichen Notizen z.B. der Hausaufgaben, eine Ideensammlung, ein Cluster zu einem Thema, das Lesetagebuch.

 

 Für die Zeugnisnote werden die Gewichte wie folgt angemessen verteilt:

§   ein Drittel für den mündlichen Bereich (Sprechen und Zuhören)

§   ein Drittel für den schriftlichen Bereich (Schreiben und Rechtschreiben)

§   ein Drittel für den Textumgang (Lesen und Umgang mit Medien)

In jedes Drittel fließen die Leistungen ein, über Sprache und Sprachgebrauch zu reflektieren.

 

  Für diese drei Bereiche werden Einzelnoten festgelegt.

Zu jedem Bereich denken Lehrkraft und Kind über die Lernentwicklung nach, über besondere Ereignisse, über Gelungenes und über Schwierigkeiten, mit Hilfe der Hefte, Mappen, eines Portfolios auch über die dokumentierten Leistungen.

Die Teilnoten werden möglichst zusammen mit dem Kind festgelegt.

Daraus wird die Gesamtnote ermittelt.

Zugleich wird mit dem Kind festgehalten, was beide, Lehrkraft wie Kind, sich für den nächsten Schulabschnitt vornehmen. Die Anregungen, Vorsätze und Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten und sind dann ein „Vademecum“  für die nächste Zeit.