Konzept: Soziales Lernen

Schulregeln

Bereits im Jahr 2002 formulierte die Kinderkonferenz eine Schulordnung mit drei Schulregeln, die von der Lehrerkonferenz, der Schulpflegschaft und der Kinderkonferenz beschlossen wurde. Die Einhaltung der Schulregeln fordern wir verbindlich ein, um ein Klima des sozialen Miteinanders zu erhalten. Diese Regeln lauten:

 

1.   Niemand darf andere beim Arbeiten und Spielen stören.

2.   Niemand darf anderen wehtun, nicht mit Worten und nicht mit Taten.

3.   Niemand darf anderen etwas wegnehmen oder kaputt machen.

 

Gedruckt wurde die Schulordnung in unserer Schuldruckerei. Die Regeln sieht man in allen Klassenräumen und in den Pausenhallen.

Auf der Grundlage dieser Schulordnung entwickeln Kinder und Lehrkräfte kontinuierlich

Absprachen und Regeln für konkrete Situationen, Lern- und Spielräume:

Þ     Klassenregeln

Þ     Pausenregeln

Þ     Regeln für den Leseraum

Þ     Toilettenregeln

Þ     Verhalten im Fahrradkäfig

Þ    

 

Stopp-Regel

Die Stopp-Regel ist die zentrale Methode, mit der Kinder im Umgang miteinander Konflikte vermeiden können. Kinder können ihre individuellen Grenzen benennen. Sie lernen Respekt vor den Grenzen Anderer. So können sie sich gewaltfrei Respekt verschaffen. Das Einüben der Stoppregel ist gleichzeitig Selbstbehauptungstraining (Missbrauchsprophylaxe) sowie Wahrnehmungs- und Kommunikationstraining.

Wird die Stopp-Regel in allen Klassen eingeführt und geübt, haben die Schüler ein Maximum an Orientierung und Sicherheit. Deswegen wird die Einhaltung der Regel regelmäßig in den Klassen thematisiert.

 

Zweiergespräche

Die Methode der Konfliktbewältigung durch Zweiergespräche wird von uns in allen Klassen eingeführt und von den Kindern angewandt. Sie setzt die Kinder in die Lage, zunehmend eigenverantwortlich mit Konflikten umzugehen. Kinder erlangen die Möglichkeit ihre Verteidigungshaltung aufzugeben und ihren eigenen Blick auf eine erlebte Situation zu erweitern. Sie nehmen ihre eigenen Gefühle bewusst wahr und auch die ihres Gegenübers. Sie können ohne moralischen Druck die Konsequenzen ihres Tuns erleben, einander verstehen und ihr Verhältnis zueinander verändern.

  

Fortbildung und Evaluation

Um mit dem gesamten Kollegium und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der OGS das Konzept des Sozialen Lernens gemeinsam umsetzen zu können, finden jeweils bei Bedarf schulinterne Fortbildungen statt. Zudem überprüft das Kollegium regelmäßig, ob die beschlossenen Maßnahmen und Methoden effektiv und konsequent angewendet werden.

 

Prävention sexueller Missbrauch 

Alle bisher beschriebenen Bereiche sozialen Lernens sind gleichzeitig Maßnahmen zur Prävention vor sexuellem Missbrauch, da sie Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken und sie in die Lage versetzen ihre Gefühle wahrzunehmen und sich abzugrenzen.

 

Im Rahmen des Konzepts: Prävention vor sexuellem Missbrauch wird an der Regenbogenschule regelmäßig eine Veranstaltungen der „Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück“ durchgeführt: 

  

„Mein Körper gehört mir“

 

Zielgruppe: Dritte und vierte Schuljahre sowie, falls die Finanzierung gesichert ist, eine Präsentationsverantaltung für Eltern und Lehrkräfte als Vorbereitung

Zeitintervall: alle zwei Jahre (April/ Mai 2011/ Herbst 2013/ Herbst 2015 etc.)

Angebot: Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ (Interaktive Szenencollage)

 

Inhalt: Sexuelle Gewalt bei Kindern

 

Aufführungsrahmen: Klassenübergreifend, maximal 60 Kinder pro Aufführung

Zeitrahmen:Drei Unterrichtsstunden pro Klasse, die sich auf drei Schultage verteilen. In der Regel wird zwischen den Terminen ein einwöchiger Abstand eingehalten.
Raum: Forum oder ein großer Klassenraum

Kosten: Präsentationsveranstaltung: 420,- € zzgl. 0,30 €/ km Fahrtkosten

Aufführung pro Klasse: 238,- € zzgl. 0,30 € / km Fahrtkosten(Stand 2011)

 

In Kooperation mit einer Buchhandlung werden am Abend der Präsentationsverantstaltung für die Erwachsenen Bücher zum Thema ausgelegt und zum Kauf angeboten.

 

Die Eindrücke des Theaterstücks werden im Unterricht aufgegriffen und in einer geschützten Atmosphäre besprochen. Die Lieder, die die Kinder während der Aufführung kennenlernen, werden begleitend im Unterricht gesungen. Weiterhin stellt die „Theaterpädagogische Werkstatt“ Materialien zur Nachbereitung zur Verfügung.

Es bietet sich an, im Unterricht zeitnah das Thema „Sexualerziehung“ durchzuführen.