Wert-schätzend erziehen

Kinder werden täglich mit einer Vielzahl von Werten konfrontiert: Höflichkeit, soziale Aufgeschlossenheit, Übernahme von Verantwortung, christliche Weltsicht, Ordnung und Disziplin, Sorge für die Umwelt, Motivation zur Leistung, Akzeptanz, Toleranz, Konfliktfähigkeit, religiöse Aufgeschlossenheit und vieles mehr.

 

Dabei stehen Kinder (ebenso wie Erwachsene) immer wieder vor der Aufgabe, Werte, die mehr ihre individuelle Selbstverwirklichung betreffen, mit Werten, die eher das Gemeinwohl im Auge haben, gegeneinander abzuwägen. Nur wer gefestigte Wert-vorstellungen hat, kann sich diesem Konflikt stellen.

 

Die Schule soll eine Vielzahl solcher Werte vermitteln, wobei wir der Auffassung sind, dass Werte nicht einfach „gelernt“ oder „vermittelt“ werden können. Erst durch das „Erleben“ und die kontinuierliche Auseinandersetzung mit ihnen werden sie für die Kinder zu begreifbaren und damit für sie „wert-vollen“ Begriffen.

 

In unserer Schule werden von den Kindern Werte wie Toleranz gegenüber anderen, Hilfsbereitschaft und Übernahme von Verantwortung wieder neu erlebbaren Werten. Die Kinder lernen vom ersten Schultag an, sich mit Verschiedenheiten und Anders-artigkeiten auseinanderzusetzen und angemessen damit umzugehen. Immer wieder gilt es zu klären, welche Vorstellungen und Einstellungen gefestigt und welche überdacht und neu bewertet werden müssen, damit „Gemeinsames Leben und Lernen“ gelingt.

 

Die Lehrerkonferenz und die Kinderkonferenz haben sich inhaltlich sehr intensiv mit unseren Werten auseinandergesetzt. Diese sind unter anderem:

 

  • Wertschätzung
  • Zugehörigkeit
  • Harmonie
  • Gesundheit
  • Sicherheit
  • Respekt
  • Toleranz
  • Transparenz
  • Zugehörigkeit

 

Ausgehend von unseren Werten haben wir als Schulgemeinde grundlegende Schul-regeln für das gemeinsame Leben und Lernen an der Regenbogenschule beschlossen:

Auf diesen, mit Kindern und Lehrern besprochenen und vereinbarten „Werte-Kanon“ gründet sich „Wert-schätzende Erziehung“, darauf wird immer wieder Bezug genommen.

 

 

Handlungsfelder und Maßnahmen

Erziehung zu Respekt und gegenseitiger Wertschätzung

 

Einhalten und Einüben freundlicher Umgangsformen. Besondere Regeln werden für bestimmte Zeiträume in den Blick genommen. Die Einhaltung der Regeln wird im Sinne der pädagogischen Geschlossenheit von allen in der Schule arbeitenden Personen (Lehrkräften, Hausmeister, Sekretärin, OGS-Mitarbeiterinnen und Mit-arbeitern, Kooperationspartnern (z.B. Jekits-Lehrer und Lehrerinnen, etc.) kontrolliert. Klassen, die diese Regeln in besonderer Weise umgesetzt haben, werden in der Schulversammlung geehrt.

 

 

Erziehung zu sozialem und demokratischem Verhalten

 

Beachtung der und Bezugnahme auf die Schulregeln. Alle Personen in der Schule sollen freundlich und friedlich miteinander leben und lernen können

 

Gestaltung vielfältiger Möglichkeiten für jedes Kind, freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehungen zu knüpfen

  • Sitzordnung in der Klasse, gemeinschaftsbildende Spiele, Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitgestaltung, Klassenfeste, Ausflüge, Klassenfahrten

 

Beobachtung, Begleitung und Förderung des Gruppengeschehens durch Coolness-training, so dass sich jede/r in der Gemeinschaft wohlfühlen kann

  • Stärkung der Klassengemeinschaft, klassenübergreifende Projekte Programmstunde, offenes Konzept in der OGS

 

Beschwerden der Kinder ernstnehmen

 

Förderung der Kooperations- und Teamfähigkeit der Kinder

  • Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Arbeitsgemeinschaften

 

Kindern konkrete Verantwortung für die Gemeinschaft geben

 

Beteiligung der Kinder an der Gestaltung des Unterrichts und des Schullebens

  • Planung von Projekten, Gestaltung von Feiern und Festen

 

Aufmerksamkeit für die Gleichstellung von Mädchen und Jungen

  • Klassensprecherin und Klassensprecher: ein Mädchen und ein Junge, Konzept zum Gender-Mainstreaming

 

Gegenseitige Hilfe und Beteiligung an Hilfsaktionen für andere Menschen

  • Kooperation im Unterricht
  • Projekt „Kinder im Müll“ in Kairo: Übernahme von Patenschaften
  • Finanzierung durch Aktionen und Spendensammlungen